Zwangsadoption in der DDR - Cottbus

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Schwester: geb. August 1986 in Bad Muskau


ID: 1408
Datum: 13.08.2010
Chiffre: 201008-0004-PSD

E-Mail Chiffre

gesucht wird leibl. Schwester: geb. August 1986 in Bad Muskau

durch leibl. Schwester: Claudia Kruse geb. Richter am 02.10.1984 in Bad Muskau

Kommentar:

Ich suche meine Schwester. Sie wurde zur Adoption fei gegeben. Als ich 1 ½ Jahre alt war, wurde sie gerade geboren und meine Großeltern sollten sie zu sich nehmen und da haben sie abgelehnt. So mußte unsere Mutter sie unter Druck abgeben. Zwangsadoption (?)

Björn Bendig geb. am 22.10.1984 in Forst / Lausitz


ID: 1318
Datum: 04.04.2010
Chiffre: 201004-0007/2-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Sohn: Björn Bendig geb. am 22.10.1984 in Forst / Lausitz

durch leibl. Mutter: Gabriele Bendig geb. Müller am 01.01.1963 in Herzberge / Elster


Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption

Ich suche meine 3 Kinder Candy, Svem und Björn, die mir damals aus meinem Haushalt heraus gerissen wurden.

Sven Bendig geb. am 17.10.1983in Forst / Lausitz


ID: 1317
Datum: 04.04.2010
Chiffre: 201004-0007/1-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Sohn: Sven Bendig geb. am 17.10.1983 in Forst / Lausitz

durch leibl. Mutter: Gabriele Bendig geb. Müller am 01.01.1963 in Herzberge / Elster

Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption

Ich suche meine 3 Kinder Candy, Sven und Björn, die mir damals aus meinem Haushalt heraus gerissen wurden.

Candy Bendig geb. am 22.02.1982 in Forst / Lausitz


ID: 1316
Datum: 04.04.2010
Chiffre: 201004-0007-PSD


E-Mail Chiffre




gesucht wird leibl. Tochter: Candy Bendig geb. am 22.02.1982 in Forst / Lausitz

durch leibl. Mutter: Gabriele Bendig geb. Müller am 01.01.1963 in Herzberge / Elster


Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption

Ich suche meine 3 Kinder Candy, Sven und Björn, die mir damals aus meinem Haushalt heraus gerissen wurden.

Mirko Mette geb. am 15.07.1980 in Elsterwerda


ID: 1305
Datum: 31.03.2010
Chiffre: 201003-0029-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Sohn: Mirko Mette geb. am 15.07.1980 in Elsterwerda

durch leibl. Mutter: Astrid Witschaß, geb. Mette am 17.08.1958 in Elsterwerda

Kommentar:

Ich suche meinen Sohn Mirko. Sehr lange habe ich überlegt, dies hier zu tun und ihn zu suchen. Aber ich kann ihn einfach nicht vergessen und würde gerne wissen, wie es ihm geht? Ich habe ja noch 5 andere Kinder (33, 22, 18, 16 und 14 Jahre alt) und dennoch vermisse ich ihn all die Jahre immer noch.

Nachtrag 22.04.2010



Mein großer Sohn lebte damals bei meinen Eltern. Wegen Aufsässigkeit gegen den Staat habe ich für einige Zeit vor meinen anderen Kindern in einer Haftanstalt wegen ungesetzlichen Grenzübertritt verbracht. Nach dieser Zeit war es sehr schwer als Mensch wieder zu leben. Es war damals alles eine Schikane.

Mein Sohn Mirko wurde mir einfach, auf dem Weg zu meinen Eltern, weggenommen. Warum und weshalb, ich habe keine Ahnung. Das war eine sehr schwere Zeit für mich. Ich habe ihn aber nie vergessen können und vorallen an seinen Geburtstagen an ihn gedacht. Seine Geschwister würden ihn ebenso gerne einmal kennenlernen wollen, so wie ich. Wir würden uns freuen, wenn er sich meldet und wie nun endlich einmal erfahren dürfen, was aus ihm geworden ist und wie es ihm erging.

Ich danke Ihnen im Voraus

Astrid Witschaß

Namyslo geb. am 11.01.1990 in Cottbus


ID: 1249
Datum: 18.01.2010
Chiffre: 201001-0014-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Zwillingsschwester: Namyslo geb. am 11.01.1990 in Cottbus

durch leibl. Bruder: Enrico Michael Gehler geb. Namyslo am 11.01.1990 in Cottbus


Kommentar:
Leider weiß ich keinen genauen Namen. Sie wurde wie ich am 11.01.1990 in Cottbus geboren, da wir Zwillinge sind. Durch eine Zwangsadoption wurden wir getrennt. Dies sagte meine Mutter kurz vor ihrem Tod zu ihrer Halbschwester.

Stanley Dahlitz geb. am 05.02.1984 in Cottbus


ID: 1152


Datum: 19.10.2009
Chiffre: 200910-0026-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Sohn: Stanley Dahlitz geb. am 05.02.1984 in Cottbus

durch leibl. Vater: Lothar Nahke, geb. am 11.03.1961 in Cottbus

Kommentar: Zwangsadoption

Mir wurde mein Sohn Stanley nach der Geburt genommen. Ich konnte nichts dagegen tun. Haben alles versucht. Aber mir wurde zu Herzen gelegt, ich sollte meinen Jungen zur Adoption freigeben, weil er sonst keine Chance auf eine Familie hätte. Mein Sohn hätte sonst im Heim bleiben müssen, da ich nie bekommen hätte. Das wollte ich nicht. Er sollte doch auch eine Familie haben. Die Mutti heißt: Johanna Dahlitz und seine Schwester (geb. 1994) Linda Dahlitz und die beiden würde sich, wie ich, sehr über ein kennen lernen freuen.

Toni Schulze geb. am 03.03.1988 in Lauchhammer


ID: 970
Datum: 23.05.2009
Chiffre: 200905-0013-PSD
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gesucht wird leiblicher Sohn: Toni Schulze geb. am 03.03.1988 in Lauchhammer

durch Mutter: Doreen Schulze geb. 28.06.1970 in Altdöbern

Kommentar: Zwangsadoption.

Die Stasi hat die Ausreise meines Kindes verboten!

Djamilia Svenja Wolf, geb. 31.03.1976 in Hoyerswerda


ID: 806
Datum: 19.02.2009
Chiffre: 200902-0007-ZK
E-Mail Chiffre

gesucht wird Schwester: Djamilia Svenja Wolf, geb. 31.03.1976 in Hoyerswerda

durch Bruder: Sebastian Schwalm geb. am 01.12.1984 in Bad Muskau

 

Kommentar: Ich suche meine Schwester. Als meine Mutter, Andrea Schwalm geb. Wolf, Djamila im Krankenhaus in Hoyerswerda zur Welt brachte, war das Jugendamt und die Abteilung “Inneres” schon vor Ort und drängten meine Mutter zur Adoptionsfreigabe. Sie weigerte sich.
Djamila wurde durch meine Mutter in die Wochenkrippe gebracht, da sie in Schichten im Kraftwerk gearbeitet hat. Immer wieder kam das Jugendamt zu ihr und warf meiner Mutter Vernachlässigung und Unterernährung von Djamila vor. Zu diesen Jugendamtbesuchen holte sich meine Mutter immer Zeugen (Nachbarn, Freunde, Kollegen). Die Krippenerzieherinnen konnten die Vorwürfe des Jugendamtes nicht bestätigen.
Als meine Mutter ihre Tochter im Oktober/November 1977 aus der Krippe abholen wollte, war sie nicht mehr da. Das Jugendamt hatte sie geholt und in ein Kinderheim gesteckt. Zum ersten Weihnachtsfeiertag 1977, sollte meine Mutter Djamila auf Besuch nach Hause holen, jedoch informierte ca. 30 min vorher eine Erzieherin des Heimes meine Mutter, dass Djamila nicht zu ihrer Mutter darf, weil das Jugendamt angeblich versäumt habe, die schriftliche Genehmigung für diesen Besuch zu erteilen.


Meine Mutter fuhr eine Woche in den Urlaub nach Ungarn. Einen Tag nach ihrer Rückkehr, wurde das Jugendamt bei ihr vorstellig. Sie wollten den Keller sehen. Hier sei zu sagen, dass meine Mutter vor ihrem Urlaub 50 Zentner Kohlen geliefert bekommen hat. Da sie im Kraftwerk arbeitete, hatte sie Anspruch auf 100 Zentner Kohle (Depotat). Die Kohle war nicht mehr da, einfach so waren 50 Zentner verschwunden.
Djamila sollte für ein Wochenende nach Hause kommen, jedoch wegen der fehlenden Kohlen, durfte sie nicht. Das Jugendamt sagte, wenn meine Mutter nicht heizen kann, dann bekommt sie auch nicht ihre Tochter.
Kurze Zeit später, wurde eine Sitzung einberufen. Anwesend waren Vertreter vom Jugendamt, Abteilung “Inneres”, der Kinderkrippe, leitende Mitarbeiter meiner Mutter und meine Mutter. Auflagen sollten erteilt werden, damit Djamila wieder nach Hause kann. Der Brigadeleiter von der Arbeitsstätte meiner Mutter sagte jedoch, dass sie nicht zuverlässig sei. Auf Grund dieser Aussage erging der Beschluss, dass Djamila nicht in ihre häusliche Umgebung zurück kehren darf.


Daraufhin machte meine Mutter folgende Aussage: “Wenn ich mein Kind nicht wieder bekomme, gehe ich auch nicht mehr arbeiten!”. Meine Mutter ging von diesem Tage an nicht mehr arbeiten, was zur Folge hatte, dass sie ein halbes Jahr später verhaftet wurde. Wegen § 249 StGB der DDR, wurde sie zu einem Jahr Haft verurteilt.
Kurz nach ihrer Inhaftierung, war die Verhandlung wegen dem Sorgerechtsentzug. Die Verhandlung dauerte keine 15 Minuten. Das Urteil war schon nieder geschrieben und wurde meiner Mutter ausgehändigt, gleich nach der Verhandlung.
Die Eltern meiner Mutter beantragten die Pflegschaft bzw. das Sorgerecht für Djamila. Um das Sorgerecht zu erhalten, gingen sie bis nach Berlin, zu den hohen verantwortlichen Politikern. Das Sorge- bzw. Pflegerecht wurde ihnen nicht erteilt. Das veranlasste sie, aus der Partei aus zutreten.


Informationen zur Tochter wurden verwährt. Nach Haftentlassung meiner Mutter wendete sie sich an das Jugendamt, um Djamila wieder zu bekommen. Die Sachbearbeiterin sagte ihr mit einem süffisanten Lächeln, dass Djamila bereits vor einem Jahr zur Adoption vermittelt wurde. Eine Zustimmung meiner Mutter hat es nie gegeben!
Meine Mutter möchte unbedingt ihre Tochter sehen und ich meine Schwester.
Wir sind insgesamt 4 Brüder.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Sebastian Schwalm.
 
Der o.g. Text wurde mir von den Suchenden per Mail gesendet, mit der Bitte ihn auf meinen Internetseiten zu veröffentlichen. (Katrin Behr)

Daniela Krüger (Stein) geb. am 04.03.1976 in Cottbus


ID: 773
Datum: 23.01.2009
Chiffre: 200901-0014-ZK

E-Mail Chiffre

gesucht wird leibl. Schwester: Daniela Krüger (Stein) geb. am 04.03.1976 in Cottbus

durch leibl. Schwester: Dajan Krüger geb. am 05.08.1984 in Cottbus

 

Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption, wegen mysteriösen Unfall
Sie war damals 5 Jahre alt, hatte braunes dunkles Haar und blaue Augen. Als es geschah, war sie kurz vor dem 6. Geburtstag.
Das merkwürdige an der ganzen Sache sind folgende Dinge. Bei uns daheim fiel aus unerklärlichen Gründen ein Ziegelstein herunter und verfehlte sie knapp. 2 Tage (am 08.02.1982) später wurde meine Schwester von einem Taxi angefahren. Meine Schwester hatte äußerlich keine Verletzungen, weder Schrammen noch Blut waren zu sehen. Sie lag nur ohnmächtig auf der Straße.

Danach kam der Krankenwagen und die Polizei. Komischer Weise sagte der Polizist, dass sie vor 2 Tagen ja Glück hatte mit dem Ziegelstein. Woher wusste er das??? Meine Schwester wurde in das Krankenhaus in Cottbus gebracht. Meine Mutti fuhr dann gleich ins Krankenhaus und von da an durfte sie ihr Kind nicht mehr sehen. 2 Tage (am 10.02.1982) soll sie verstorben sein. Warum durfte meine Mutti ihre Tochter nicht sehen oder an ihrem Krankenbett sein?
Durch telefonische Benachrichtigungen vom Krankenhaus hieß es zuerst, dass der Zustand sich nicht verschlechtert, aber auch nicht verbessert hat. Am 09.02. hieß es sogar, dass sich nun ihr Zustand verbessert hat.

Die Beerdigung wurde durch den Staat bestimmt. Sie durfte keine Urne machen, sondern musste eine Erdbestattung machen. Zu dem Zeitpunkt war meine Schwester 1,20 groß und Kindersärge wohl genauso. Man erklärte uns aber, dass ein Sarg immer 10 cm länger sein sollte, weil sich wohl angeblich noch eine Leiche strecken würde.

Daniela durfte auch nicht noch einmal im Sarg angeschaut werden.

3 Wochen nach der Beerdigung kam ein Angestellter der Staatsicherheit, ein Herr Lehmann mit Ausweis eines Wirtschaftskriminalisten zu meiner Mutti nach Hause und verwarnte sie, dass sie aufhören soll, weiter zu recherchieren. Kurz danach kam auch der Taxifahrer zu Hause uns nach Hause und legte meinen Eltern 100 Westmark auf den Tisch. Die Annahme des Geldes verweigerten meine Eltern natürlich. Dieser Mann wurde nie wegen dem Unfall bestraft. Nach der Wende erfuhren wir, dass er auch für die Stasi gearbeitet hatte.

Da meine Mutti auf Grund der Drohungen Angst hatte, beendete sie die Sucherei.

2007 sind wir zu dem Krankenhaus gefahren, um die Akte einzusehen. Wir hatten dabei einen Arzt, der sich an den Fall erinnern konnte. Dort erfuhren wir, dass die linke Körperhälfte kaputt gewesen sein soll und die linke Niere gespendet wurde. Der Arzt hielt auch immer so seine Hände über die Akte, so dass wir nie richtig rein sehen konnten. Als wir bei der Akteneinsicht auf die Stasi zu sprechen kam, blockte er plötzlich alles ab und beendete das Gespräch. Er meinte auch, dass sie tot sei und wir nicht weiter suchen sollen.

Wir wollten diese Akte in Kopie haben, doch dazu sollten wir zusätzlich einen Antrag stellen. Aus emotionalen Gründen haben wir das aber bis heute nicht getan. Doch uns lässt das hier alles keine Ruhe.
 
Was noch merkwürdig ist, ist folgender Punkt. Meine Mutti bekam 1982 eine Akte nach Hause geschickt, wo der Autopsiebericht drin war. Dort allerdings drin, dass meine Schwester weder angefahren, noch überfahren wurde.
Meine Oma hatte sich beim letzten Abschied von meiner Schwester ganz komisch verabschiedet, was sie sonst nie machte und 2 Tage später war meine Schwester tot. Nach der Wende erfuhr meine Mutti auch, dass ihr damaliger Mann ein Mitläufer der Stasi war. Der Schwager meiner Mutti war auch ein Fernfahrer der regelmäßig in den Westen fuhr.

Zufälle?
 
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