Zwangsadoption in der DDR - Rostock

Seite 1 2

leibl. Mutter: Gesina Ilona Erika Gehrke geb. Glandow und leibl. Vater: Hans-Ulrich Gehrke


ID: 1359
Datum: 26.05.2010
Chiffre: 201005-0018-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Mutter: Gesina Ilona Erika Gehrke geb. Glandow und leibl. Vater: Hans-Ulrich Gehrke (die Geb.Daten von beiden sind unbekannt)

durch leibl. Tochter: Corana Anders geb. Gehrke am 013.01.1974 in Güstrow


Kommentar:

Ich suche meine leiblichen Eltern Gesina (Rufname) Ilona Erika Gehrke und Hans-Ulrich Gehrke. Beide waren miteinander verheiratet. Ob sie geschieden wurden, kann ich bisher nicht sagen. Laut Aussagen Dritter sollen beide Elternteile in Haft gesessen haben und mein leibl. Vater wollte mich auch im Krankenhaus besuchen und mir ein Kuscheltier bringen.

Ich kam in ein Kinderheim und wurde von dort aus in die neue Familie gegeben, welche mich später adoptiert hat. Leider verweigern meine Adoptiveltern die Zustimmung, dass ich Akteneinsicht in meine Adoptionsvermittlungsakte bekomme. Das finde ich sehr schade, denn immerhin geht es um meine Vergangenheit / meinem Ursprung. Soweit ich weiß, soll es noch einen ein Jahr älteren Bruder geben.

Ich weiß weder etwas über die Gründe meiner Adoption (ausser den Hinweisen von Dritten, die den Verdacht einer Zwangsadoption äußerten), noch ob es weitere Geschwister / Halbgeschwister gibt.

Wer kann helfen?

David Schneider geb. um 1980/81 in Rostock


ID: 1170


Datum: 06.11.2009
Chiffre: 200911-0007-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Bruder: David Schneider geb. um 1980/81 in Rostock

durch leibl. Schwester: Diana Schneider geb. am 20.06.1978 in Rostock

Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption

Wir Kinder waren alle im Kinderheim Wismar.

Cindy Stange und Michaela Stange geb. zw. 1979 und 1981 in Rostock (?)


ID: 1113
Datum: 14.10.2009
Chiffre: 200910-0017-PSD
E-Mail Chiffre

gesucht werden leibl. Schwestern: Cindy Stange und Michaela Stange geb. zw. 1979 und 1981 in Rostock (?)

durch leibl. Schwester: Sibylle Götz, geb. Stange am 27.07.1974 in Rostock





Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption.

Beide Schwestern habe ich nur im Kinderwagen gesehen. Unsere Mutter war nicht sozialkonform. Unser Vater war zurzeit der beider Mädchen in der Armee (Grundwehdienst).

Zuerst kamen Michaela und Cindy, dann kam unser Bruder Detlef und zuletzt ich. Wir wurden einfach so zu Hause abgeholt. Unsere Oma hätte uns nur bekommen, wenn sie auf den Kontakt zum Vater verzichten würde.

Vater Hilmar Stange, Mutter Karin Stange geborene Hoff - beide haben sich, bald nach dem auch ich im Heim war, getrennt, Zuerst war ich mit meinem Bruder in Grimmen, später war ich alleine in Rostock und mein Bruder auf Rügen. Wir beide wurden gemeinsam adoptiert (keine gute Wahl gewesen).

Meine Schwestern suche ich seit Jahren, leider hilft mir das JA in Grimmen nicht weiter. Sie verhandeln stets mit den Eltern einer Schwester und nie mit dieser selbst.

Eine Akteneinsicht war bisher aus verschiedensten Gründen nicht möglich. Ich hoffe, ich finde die Beiden.

Maik Koch später Suhrbier geb. 21.10.1972 in Gremersdorf


ID: 947
Datum: 23.04.2009
Chiffre: 200904-0010/1-ZK
E-Mail Chiffre


 
gesucht wird leibliche Sohn: Maik Koch später Suhrbier geb. 21.10.1972 in Gremersdorf
 
durch Mutter: Christine Suhrbier geb. Koch am 11.05.1952 in Bartmannshagen
 
Kommentar: Zwangsadoption.
Im Juli oder Juni waren sie in 18461 Franzburg im Kinderheim. Sie sind 1974 adoptiert wurden.

Die Kinder wurden direkt aus dem Kindergarten abgeholt und man warf uns vor, dass wir noch zu jung zur Kinderziehung wären. Gegen eine Freigabe zur Adoption haben wir geweigert und daher geschah sie übers Gericht.
Beide Kinder haben bis zum 2. und 3. Lebensjahr bei uns gelebt. Beide Kinder haben noch 3 Geschwister, die alle bei uns daheim aufgewachsen sind. Diese wollten sie damals auch alle holen, aber dagegen haben wir uns geweigert. Bei der Adoptionsvermittlungsstelle in Stralsund sollen keine Unterlagen vorhanden sein. Die Leute von dort wussten gar nichts von einer erfolgten Adoption.


 
Siehe auch Suche nach Swetlana Christine Koch, später Suhrbier.

Swetlana Koch später Suhrbier geb. 03.07.1971 in Groß Damitz


ID: 945
Datum: 06.04.2009
Chiffre: 200904-0010-ZK
E-Mail Chiffre


 
gesucht wird leibliche Tochter: Swetlana Koch später Suhrbier geb. 03.07.1971 in Groß Damitz
 
durch Mutter: Christine Suhrbier geb. Koch am 11.05.1952 in Bartmannshagen
 
Kommentar: Zwangsadoption.
Im Juli oder Juni waren sie in 18461 Franzburg im Kinderheim. Sie sind 1974 adoptiert wurden.

Die Kinder wurden direkt aus dem Kindergarten abgeholt und man warf uns vor, dass wir noch zu jung zur Kinderziehung wären. Gegen eine Freigabe zur Adoption haben wir geweigert und daher geschah sie übers Gericht.
Beide Kinder haben bis zum 2. und 3. Lebensjahr bei uns gelebt. Beide Kinder haben noch 3 Geschwister, die alle bei uns daheim aufgewachsen sind. Diese wollten sie damals auch alle holen, aber dagegen haben wir uns geweigert. Bei der Adoptionsvermittlungsstelle in Stralsund sollen keine Unterlagen vorhanden sein. Die Leute von dort wussten gar nichts von einer erfolgten Adoption.

Siehe auch Suche nach Maik Koch, später Suhrbier.

Sabrina Schneider geb. am 04.12.1979 in Rostock


ID: 895
Datum: 13.03.2009
Chiffre: 200903-0017-PSD
E-Mail Chiffre

gesucht wird Tochter: Sabrina Schneider geb. am 04.12.1979 in Rostock
durch Mutter: Christina Schneider geb. am 20.05.1954 in Rostock
 
Kommentar: Zwangsadoption. Bitte melde dich.
Meine Tochter kam mit 3 Monaten ins Heim, da ich wegen Ausreiseantrag zu 2 Jahren in Haft musste. Meine Tochter muss bis zum 15. LJ noch in Rostock-Lüttenklein gewohnt. Sie sieht genauso aus wie ich, aber ich durfte sie ansprechen.

Ohne mein Einverständnis wurde meine Tochter durch den Staat zur Adoption frei gegeben.

Iris Dargel geb. am 30.01.1974 in Grevesmühlen


ID: 810
Datum: 18.02.2009
Chiffre: 200902-0016-PSD
E-Mail Chiffre

gesucht wird Tochter: Iris Dargel geb. am 30.01.1974 in Grevesmühlen

durch Freundin der Mutter: Frau Feldmann-Gutwasser

 
Kommentar: Ich suche für meine Freundin die Tochter, die mit 5 Jahren in der DDR zwangsadoptiert wurde. Die Mutter von Iris heißt: Marlies Vera Ursel Dargel geb. Lykum.
1978 verstarb der Großvater von Marlies. Ihr Vater durfte zur Beerdigung nicht in den Western fahren, da der Großvater in der BRD damals lebte und auch verstorben ist. Leider war Marlies über die Aktion der DDR empört, so dass sie sich etwas Mut antrank und auf die Barrikaden ging.
 
2 Tage später klingelte man an ihre Tür und legte sofort Handschellen an, um sie zu verhaften. Man riss Mutter und Kind auf offener Straße auseinander. Iris schrie damals, weil sie gar nicht wusste was passierte und sie zu ihrer Mutter zurück wollte.
 
Kurz darauf wurde die Mutter von Iris zu einer Haftzeit von 2 Jahre verurteilt. Iris wurde zwangsadoptiert, denn sie wurde nie zur Adoption freigegeben. Bild von Mutter und Kind wird noch nachgereicht.
Die spätere Adoptiv-Mutter soll Lehrerin und Parteimitglied gewesen sein. Iris soll evtl. nach Wismar gekommen sein.
 

Iris Mutter ist immer noch in tiefster Trauer, weil man ihr das einzigste Kind wegnahm. Wer kann helfen, dass die Mutter endlich ihr Kind wieder sehen kann? Wer kann uns Hinweise dazu geben?

Bernd Meier geb. 10.08.1968 in Greifswald


ID: 542
Datum 23.11.2008
Chiffre: 200811-0031-PSD

E-Mail Chiffre


gesucht wird leibl. Bruder: Bernd Meier geb. 10.08.1968 in Greifswald
durch leibl. Schwester: Manuela Sert geb. Meier am 17.12.1970 in Stralsund
 
Kommentar: Damals sind 2 Jungs zur Adoption gekommen und zwar einmal Bernd und einmal Alfredo, der ein Jahr älter ist wie du. Alfredo haben wir bereits vor 5 Jahren gefunden und wir haben nach wie vor Kontakt. Laut Aussagen unserer Mutti war es beiden Jungs eine Zwangsadoption. Der Name unserer Mutter lautete: Inge Meier. Leider ist sie bereits verstorben.

Lieber Bernd, wenn du dies liest, dann melde dich bitte. Laut Aussagen von unserer Mutti sollst du in einer Arztfamilie gekommen sein. Ob dies stimmt, weiß ich allerdings nicht. Wir haben noch eine Schwester zusammen. Leider kann uns das JA nicht weiterhelfen, weil deine Adoptiveltern dies nicht wünschen.

Anja Heinrich geb. am 04.08.1975 / Katja Heinrich geb. am 24.02.1978 / Claudia Heinrich geb. am 11.02.1980


ID: 298
Datum 04.08.2008
Chiffre: 200808-0005-ZK
E-Mail Chiffre


gesucht werden 3 leibliche Töchter:

Anja Heinrich geb. am 04.08.1975 in Stralsund

Katja Heinrich geb. am 24.02.1978 in Stralsund gefunden

Claudia Heinrich geb. am 11.02.1980 in Stralsund


durch leibliche Mutter: Waltraud Heinrich geb. am 17.04.1952

Kommentar:
Auf Grund Gewalt und Alkohol durch Mann, gab es bei uns Familienprobleme.
Mein ehemaliger Mann ist damals ohne mein Wissen zum JA gegangen und hat gesagt, dass es so nicht mehr weiter geht. Er hatte bereits eine neue Freundin und wollte mich und die Kinder los werden.

Plötzlich kamen die Leute vom JA und mein Mann nach Hause und sagten, dass ich die Kinder anziehen soll und nahmen sie einfach mit. Erst einmal kamen sie in ein Heim und dann wurde mir das Sorgerecht hat entzogen und die Kinder zur Adoption frei gegeben, ohne meine Zustimmung.

Begründung: ich wäre angeblich unfähig alleine meine Kinder zu erziehen.
Niemand half mir dabei, weder die eigene Verwandtschaft, noch die Ämter. Man nahm mir einfach alles, ohne Rücksicht auf Verluste. Das JA half mir erst recht, sondern nahm mir gleich meine Kinder weg.
Die beiden jüngsten Kinder sind zusammen von einer Familie adoptiert wurden und meine Große, die damals 8 war kam in eine Familie allein hinein.

2005 Wiedersehen mit der Großen und der Kleinen (1mal) und dort freuten wir uns sehr und ich bekam liebe Briefe und wir wollten uns nie wieder verlieren. Doch plötzlich hörte der Kontakt auf und seit dem keine Spur mehr von Ihnen. Einen Brief bekam ich noch, wo sie mich fragten, warum ich sie weggeben hätte bzw. warum ich nie nach ihnen gesucht hätte.
Ich bin darüber so sehr traurig und kann es einfach nicht verstehen.
Bitte meldet euch. Die Adoptionen sind wirklich ohne meine Einverständnis gemacht wurden und ich hatte keine Chance gehabt, euch suchen zu dürfen. Ich musste so lange warten, bis ihr euch auf die Suche nach mir begebt. Warum glaubt ihr das nicht?

Corinna Ehrke, geb. am 21.04.1977 in Wolgast


ID: 296
Datum 01.08.2008
Chiffre: 200808-0004-ZK
E-Mail Chiffre

gesucht wird Nichte: Corinna Ehrke, geb. am 21.04.1977 in Wolgast

durch Tante: Marion Heinze, geb. am 20.01.1954 in Heringsdorf
Kommentar: Ich möchte in Erfahrung bringen, wohin meine Nichte damals durch Freigabe (?) zur Adoption durch meine Schwester gekommen ist.
Als ich die kleine Corinna damals zu mir nehmen und sie neben meinem eigenen Sohn mit großziehen wollte, wurde mir dieser Wunsch durch das Jugendamt versagt, weil sie schon als Kind für eine andere Familie vorgesehen war. Dies bewies die kurzzeitige Unterbringung (es waren nur ein paar Tage) von Corinna in einem Kinderheim in Heringsdorf. Ich hatte zu dieser Zeit keine Chance mehr, einschreiten zu können. Man ließ mich in diesem Heim noch nicht einmal mehr zu ihr!
Es ist uns, d.h. meiner Mutter, also der Oma von der kleinen Corinna, und mir damals zugetragen worden, dass Corinna in eine Offiziersfamilie der Marine in Peenemünde oder Karlshagen gekommen ist. Wenn dies der Wahrheit entspricht, kann ich nachvollziehen, warum man mir meinen Wunsch damals ausschlug. Berufsoffiziere waren schließlich privilegiert und Frau Honecker, die sich das Recht herausnahm, über Menschenschicksale zu entscheiden, hätte meinem Anliegen mit Sicherheit nicht nachgegeben.
Ich kann den Gedanken an dieses Mädchen einfach nicht verlieren und möchte wissen, was aus meiner Nichte geworden ist, wie und wo sie lebt. Geht es ihr gut? Hat sie inzwischen eine eigene Familie? Haben ihre Adoptiveltern ihr die Wahrheit gesagt? Wenn ja, möchte sie vielleicht selber über ihre Familie Bescheid wissen? Sie sehen, es sind alles Fragen, die nur einem innerlich eng verbundene Familienangehörige interessieren können.
Ich weiß allerdings auch, dass auf Auskunftserteilung von Ihrer Seite nach den Bestimmungen der Adoptionsgesetze kaum eine Chance auf Erfolg besteht. Oder gibt es aufgrund der damals in der DDR praktizierten Adoptionen vielleicht ein paar Ausnahmeregelungen?
Mutter von Corinna: Elke Ehrke, geb. Kollhoff in Heringsdorf am 17.02.1956
Corinna lebte 1 ¾ Jahr in unserer Familie. Sie kam im Herbst 1978 weg.

Das Bild wird mit freundlicher Genehmigung von Frau Heinze veröffentlicht.


corinna4.jpg


Seite 1 2

zurück