Zwangsadoption in der DDR - Schwerin

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Kathleen Schmidt geb. am 06.08.1988 in Lübz


ID: 1410
Datum: 17.08.2010
Chiffre: 201008-0005/1-PSD


E-Mail Chiffre



gesucht wird leibl. Tochter: Kathleen Schmidt geb. am 06.08.1988 in Lübz

durch leibl. Mutter: Kerstin Schmidt geb. am 01.04.1967 in Lübz

Kommentar:

Ich suche meine Tochter Kathleen. Sie wurde mir direkt in der Entbindungsklinik weggenommen und ohne vorherige Absprachen war sie für immer verschwunden. Sie kam wie ihre Schwester in das Säuglingsheimin Plau Quetzin.

Ich selbst habe bewusst nie eine Adoptionsfreigabe unterschrieben. Bis heute kenne ich keine Gründe, warum man mir mein Mädchen nahm. Vielleicht lag es daran, dass ich selbst 10 Jahre in einem Heim lebte und aus diesem 1985 entlassen wurde. Immer wenn ich bei der Jugendhilfe vorsprach gab man mir keine Antworten.

Es existiert noch eine kleine Schwester, die von ihren Geschwistern weiß und diese ebenso gerne kennenlernen möchte, wie ich. Meine beiden großen Kinder habe ich nie vergessen.

Siehe auch Suche nach Melanie Schmidt.

Melanie Schmidt geb. am 25.06.1986 in Güstrow


ID: 1409
Datum: 17.08.2010
Chiffre: 201008-0005-PSD


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gesucht wird leibl. Tochter: Melanie Schmidt geb. am 25.06.1986 in Güstrow

durch leibl. Mutter: Kerstin Schmidt geb. am 01.04.1967 in Lübz

Kommentar:

Ich suche meine Tochter Melanie. Wir waren die ersten 6 Wochen zusammen in einem Mutter-Kind-Heim. Nach den 6 Wochen musste ich da raus und meine Tochter wurde kurze Zeit später in das Säuglingsheim in Plau Quetzin verlegt. Bei einem meiner Besuche kam dann der Tag, an dem plötzlich mein Kind für mich und ohne vorherige Absprachen verschwunden war.

Eines tages sollte ich zur Jugendhilfe und etwas unterschreiben. Ich selbst habe bewusst nie eine Adoptionsfreigabe unterschrieben. Bis heute kenne ich keine Gründe, warum man mir mein Mädchen nahm. Vielleicht lag es daran, dass ich selbst 10 Jahre in einem Heim lebte und aus diesem 1985 entlassen wurde. Immer wenn ich bei der Jugendhilfe vorsprach gab man mir keine Antworten.

Es existiert noch eine kleine Schwester, die von ihren Geschwistern weiß und diese ebenso gerne kennenlernen möchte, wie ich. Meine beiden großen Kinder habe ich nie vergessen.

Siehe auch Suche nach Kathleen Schmidt.

Nicole und Tommy Stubbe geb. 1976 / 77 in Schwerin


ID: 1348
Datum: 10.05.2010
Chiffre: 201005-0009-PSD


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gesucht werden leibl.Geschwister: Nicole Stubbe und Tommy Stubbe geb. in Schwerin und Bützow

durch leibl. Schwester: Jana Kutter geb. Stubbe am 09.06.1982 in Schwerin

Kommentar: Zwangsadoption

Sie wurden 1978 / 1979 zur Zwangsadoption frei gegeben (unter psychischen Druck und vor lauter Angst unterschrieb sie damals vor Gericht). Unsere Mutter Petra Stubbe hatte damals keinen Krippen-Kindergartenplatz und konnte somit nicht arbeiten gehen. Eines Tages, Nicole war 1,5 Jahre und Tommy 0,5 Jahre alt, kam man zu ihr nach Hause und verhafteten sie im beisein unserer gesuchter Geschwister. Sie wurde nach dem asozialen Unrechts-Paragrafen 249 des StGB der DDR zu 1,5 Jahren Haft verurteilt. Leider spricht unsere Mutter nicht über diese Zeit, weil sie das alles heute immer noch sehr belastet und sie sehr traurig macht. Beide Kinder sind damals in ein Schweriner Kinderheim gekommen. Nach ihrer Haftzeit ging unsere Mutter 1981 in das Kinderheim und konnte Nicole ein letztes Mal sehen. Tommy war zu diesem Zeitpunkt schon lange weg. Als sie ein zweites Mal zum Heim ging, war Nicole für immer verschwunden.

Wir, 2 Schwestern und 1 Bruder, warten zusammen mit unserer Mutter auf euch. Seit Jahren suchen wir euch und würden uns so sehr freuen, wenn wir euch kennenlernen dürfen. Die Zeit können wir nicht zurück drehen, aber vielleicht gibt es ja doch eine Chance für die Zukunft. Wenn ihr Interesse habt, dann meldet euch bitte.

Remo Mewes geb. am 22.07.1969 in Wittenberge


ID: 1254
Datum: 26.01.2010
Chiffre: 201001-0019/1-PSD


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gesucht wird leibl. Bruder: Remo Mewes geb. am 22.07.1969 in Wittenberge

durch leibl. Sohn: Ricardo Wolfgang Bieschoff geb. Mewes am 06.06.1968 in Wittenberge

Kommentar:

Ich suche meinen Bruder. Wir wurden vor der Verurteilung unserer Eltern in das Kinderheim Kleetzke bzw. Säuglingsheim Semlin, OT Karstädt Prignitz eingewiesen. Angeblich haben meine Adoptiveltern ca. 1977 einen Brief aus Berlin von seinen Adoptiveltern erhalten. Sie mussten auf deren Wunsch das Bild des Jungen wieder zurück schicken. Es soll eine Arztfamilie gewesen sein. Die Namen unserer Eltern sind Karin Mewes und Wolfgang Mewes. Unseren Vater und die Brüder Uwe und Olaf habe ich bereits gefunden.

Remo ist der jüngste Bruder gewesen.

Karin Siewert geb. Kortum, gesch. Koch / Mewes am 24.05.1943


ID: 1253
Datum: 26.01.2010
Chiffre: 201001-0019-PSD


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gesucht wird leibl. Mutter: Karin Siewert geb. Kortum, gesch. Koch / Mewes am 24.05.1943

durch leibl. Sohn: Ricardo Wolfgang Bieschoff geb. Mewes am 06.06.1968 in Wittenberge

Kommentar:

Ich suche meine Mutter. Sie wohnte vor der Inhaftierung in der Maxim-Gorki-Str. 2 in Wittenberge. Am 23.12.1971 zu Haft und Entzug der Kinder vom Rat des Kreises Perleberg verurteilt. Letzter Wohnort lt. Standesamt Wittenberge in der Fabrikstraße 7c in Berlin-Henningsdorf. Mittlerweile soll sie Hensel heißen.

Andreas Wolter (30.11.1969 Schwerin) und Patricia Wolter (? zwischen 1970-72 in Schwerin)


ID: 1162


Datum: 31.10.2009
Chiffre: 200910-0035-PSD


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gesucht werden leibl. Neffe / Nichte: Andreas Wolter (30.11.1969 Schwerin) und Patricia Wolter (? zwischen 1970-72 in Schwerin)

durch leibl. Tante: Silke Wolter geb. am 15.05.1966 in Schwerin

Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption

Beide Kinder wurden meiner, inzwischen verstorbenen, Schwester weggenommen. Andreas müsste damals ca. 3 Jahre alt gewesen sein. Beide Kinder kamen in verschiedene Heime. Er nach Schwerin, sie nach Güstrow. Beide Kinder wurden damals zwangsadoptiert.

Ich habe kaum Infos, war damals ja auch noch sehr jung.

Nancy Frenz geb. am 14.11.1979 in Schwerin


ID: 1070
Datum: 12.09.2009
Chiffre: 200909-0006-PSD
E-Mail Chiffre

gesucht wird leibl. Tochter: Nancy Frenz geb. am 14.11.1979 in Schwerin

durch leibl. Mutter: Karin Uchnewitz geb. Leonhardt, gesch. Frentz am 18.12.1962 in Crivitz



Kommentar:

Zwangsadoption. Ich suche meine Tochter. Bitte melde dich.

Nachtrag 19.02.2010

Ich habe meine Tochter Nancy am 14.02.2010 gefunden. Sie wusste zwar, dass sie adoptiert ist, aber das Thema wurde tot geschwiegen. Sie war der Meinung ich wollte sie nicht. Wir haben inzwischen telefoniert und Fotos ausgestauscht. Beide Seiten sind glücklich und ich versuche doch noch Mutter bei meinem Kind zu sein. Bei euch möchte ich mich bedanken und falls ihr Fragen habt bin ich für euch da. Liebe Grüsse Karin


Das Team wünscht Ihnen alles Liebe für die Zukunft.

Wolfgang Schneider geb. Grabbert (?) am 04.01.1964 in Schwerin


ID: 969
Datum: 19.05.2009
Chiffre: 200905-0012-PSD
E-Mail Chiffre

gesucht wird leiblicher Bruder: Wolfgang Schneider geb. Grabbert (?) am 04.01.1964 in Schwerin

durch Bruder: Andreas Grabbert geb. 17.08.1960 in Schwerin

Kommentar: Verdacht auf Zwangsadoption.

Mein Bruder von der Heimerzieherin Frau Schneider adoptiert.

Sandra Thurau geb. am 07.07.1988 in Schwerin


ID: 550
Datum 26.11.2008
Chiffre: 200811-0032/2-PSD

E-Mail Chiffre


gesucht wird leibl. Tochter: Sandra Thurau geb. am 07.07.1988 in Schwerin
durch leibl. Mutter: Kerstin Thurau geb. am 25.01.1968 in Schwerin
 
Kommentar: Zwangsadoption

Nach der Geburt von Sandra sagte man mir, dass sie einen Herzfehler hätte und das ich eine OP-Erlaubnis unterschreiben soll. Dies unterschrieb ich auch. Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich eine OP-Erlaubnis war oder ob man mich da betrogen hatte. Sandra wurde nach 3 Tagen auf eine andere Station verlegt. Seit dem bekam ich keine Informationen über den Gesundheitszustand von ihr oder sonstige Informationen. Eine Krankenschwester meinte dann zu mir, dass ich meine Sachen packen könnte und entlassen werde. Allerdings sagte sie auch, dass ich mein Kind nicht bekomme und es sich im KH befindet. Das JA sagte mir eine Woche nach KH-Entlassung, dass meine Tochter zur Adoption frei gegeben wurde. Ich sagte daraufhin, dass ich doch gar nichts unterschrieben habe. Daraufhin antworte mir die Angestellte vom JA: "Sind Sie sich sicher, dass Sie nichts unterschrieben haben?"

Ich erfuhr vor 3 Jahren vom JA, dass meine Tochter mich gesucht hat. Die damalige Bearbeiterin ging vor ca. 2,5 - 3 Jahre in Rente. Sie sah nicht für nötig an, dass sie mich anschreibt und mir dies mitteilt. Ich frug sie damals, warum sie sich nicht an mich wandte und daraufhin sagte sie zu mir: "Ich dachte sie haben genug mit ihren anderen Kindern zu tun." Sandra soll jetzt mit Vornamen Francy heißen. Das sagte mir die damalige Angestellte vom JA.

Liebe Sandra, leider habe ich zu spät erfahren, dass du mich gesucht hast. Wenn du dies hier liest, dann bitte melde dich. Wir freuen uns so sehr auf ein Wiedersehen mit dir. Deine Mutti, die dich nie vergessen hat und die dich nie freiwillig weg gegeben hat.

Siehe auch Suchanzeige Michael Thurau!

Michael Thurau geb. am 19.03.1986 in Schwerin


ID: 548
Datum 26.11.2008
Chiffre: 200811-0032/1-PSD

E-Mail Chiffre


gesucht wird leibl. Sohn: Michael Thurau geb. am 19.03.1986 in Schwerin
durch leibl. Mutter: Kerstin Thurau geb. am 25.01.1968 in Schwerin
 
Kommentar: Zwangsadoption

Mein damaliger Lebenspartner saß in Haft wegen § 249 und plötzlich kam jemand vom JA und holte meinen 4 Monate alten Jungen Michael ab und brachten ihn ein Säuglingsheim.

Ich wollte meinen Sohn nicht heraus geben, so dass die Leute vom Amt gezwungen waren, sogar den ABVer dazu zu holen. Man erklärte mir nicht, was das soll und sie nahmen mir meinen Sohn, ohne Angabe von Gründen, weg. Anschließend brachte man ihn in das Mütter- und Säuglingsheim nach Güstrow (Goldberger Straße 8).

Dort durfte ich ihn einmal im Monat besuchen. Ich unterschrieb nie etwas und eines Tages landete die ganze Sache vor dem Gericht. Der damalige Richter sagte noch zu mir, dass ohne meine Unterschrift nichts passieren könnte, er immer mein Sohn bleiben wird und das alles in Ordnung sei.

Einen Monat später wollte ich meinen Sohn wieder besuchen und die Schwester vom o.g. Heim teilte mir mit: "Michael wäre bei Pflegeeltern."

Daraufhin ging ich gleich zum JA und fragte nach, was das soll? Zur Antwort bekam ich nicht und man hörte mich auch nicht weiter an. Nicht einmal 6 Monate später erfuhr ich vom JA, dass mein Sohn adoptiert sei. Michael heißt mit Vornamen jetzt Stefan. Dies bekam ich durch Zufall heraus.

 

Lieber Michael,

wenn du das hier liest, dann bitte melde dich. Wir freuen uns so sehr auf ein Wiedersehen mit dir. Deine Mutti, die dich nie vergessen hat und die dich nie freiwillig weg gegeben hat.

Siehe auch Suchanzeige nach Sandra Thurau.
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